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Sankt-Martins-Züge in Worringen Kinderaugen leuchteten mit Laternen um die Wette Fotos zum Vergrößern & Fotogalerie!
Am Dienstag startete zunächst der Sankt-Martins-Zug der Kindertagesstätte Sankt Pankratius. Die lang geübten Sankt-Martins-Lieder konnten endlich gesungen und die mit den Erzieherinnen liebevoll gebastelten Laternen durch die Straßen getragen werden. Besonders aufgeregt waren die Kinder, da sie teilweise zum ersten Mal Sankt Martin auf seinem Pferd bewundern konnten. So manch Erwachsener denkt dabei sicher gerne an die eigenen „Sankt Martin-Erfahrungen“ zurück und erinnert sich an diesen besonderen Moment.
Leider fing es genau zum Start des Sankt-Martin-Zuges an zu regnen. Glücklicherweise nicht so doll, sodass Sankt Martin auf seinem Pferd, die Kinder, Erzieherinnen und die Musiker des Bundestambourkorps Frisch Auf nicht allzu nass wurden. Und der Wettergott hatte dann doch ein Einsehen – als sich alle um das von der Freiwilligen Feuerwehr entfachte Feuer im Innenhof der Kindertagesstätte versammelten, hörte es auch auf zu regnen. So wurde die Sicht auf das Rollenspiel zu den Klängen des traditionellen Liedes „Sankt Martin“ auch nicht von Regenschirmen gestört. Frank Walendy (Vater von Sina) spielte wieder die Rolle des Sankt Martin und als Bettler war zum ersten Mal Michael Freckmann (Vater von Ricarda) zu sehen. Beide spielten ihre Rolle sehr souverän und besonders Michael Freckmann beeindruckte durch seine wirklich glaubhafte Darstellung des armen frierenden Bettlers.
Auf eine Verlosung wurde dieses Jahr verzichtet, sodass die Kinder nicht lange auf die heiß ersehnten Weckmänner warten mussten. Sankt Martin und der Bettler verteilten wie jedes Jahr die Weckmänner an die Kinder, die diese mit strahlenden Augen in Empfang nahmen. Nun konnten sie nach der ganzen Aufregung glücklich ihren Weckmann verputzen, während die Erwachsenen sich noch den von den Mitgliedern des Fördervereins ausgeschenkten Glühwein schmecken lassen konnten. Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle von Frau Fischer, Leiterin der Kindertagesstätte, an die Nachbarn, die auch wieder mit ihren festlich geschmückten Fenstern und Gärten zu einem besonders schönen Sankt-Martins-Zug beigetragen haben.
Am Donnerstag kamen dann die Schulkinder der beiden Worringer Grundschulen dran. Zahlreiche Zuschauer warteten mit ihren Kindern und auch deren schönen Laternen auf den traditionellen Umzug. Auch hier führte natürlich Sankt Martin auf seinem Pferd den Zug an – und wurde ganz entgegen der überlieferten Geschichte um den barmherzigen Soldaten von einem Shetlandpony begleitet. Wie von der Besitzerin Frau Hochstein (Mutter von Julina, 3. Klasse GGS) zu erfahren war, hatte das einen ganz einfachen Grund: das Pony „Capuchino“ (gesprochen wie das Heißgetränk!) ist noch sehr jung und ohne seinen großen Freund „Dicker“ einfach zu unglücklich – also musste es mit. Sehr zum Entzücken aller.
Während die Kinder unterwegs waren, wurde der Glühweinstand des Fördervereins der GGS stark frequentiert, obwohl die Temperaturen eher mild für die Jahreszeit waren. Nach dem Umzug versammelten sich wie immer alle Kinder auf dem Schulhof um das schöne Feuer und sangen noch gemeinsam zu den abwechselnd vom Bundestambourkorps Frisch Auf und der Abordnung des Musikzuges der freiwilligen Feuerwehr Dormagen gespielten traditionellen Sankt Martins-Liedern. Auch hier gab es anschließend Weckmänner – jedoch wurden diese in den jeweiligen Klassen durch die Lehrerinnen verteilt.
Und wie seit Jahr und Tag üblich, ging es danach zum traditionellen „Singen“. Gemeint ist damit natürlich das Singen an den Haustüren der Worringer Bürger. In Gruppen ging es von Tür zu Tür mit Taschen bestückt, um darin als Belohnung die eine oder andere Süßigkeit sammeln zu können. Besondere Anerkennung gehört dabei wohl den unmittelbaren Anwohnern bei den Schulen, die tatsächlich geöffnet und Süßigkeiten verteilt haben. Der Ansturm war kaum zu bewältigen. Dann verteilten sich die Sängergruppen aber doch auf die einzelnen Straßen und man sah überall Laternen durch die Häuserreihen blitzen.
Die Kinder der KGS hatten beim „Singen“ jedoch auch einen guten Zweck im Auge. Die begleitenden Erwachsenen waren mit Sammelbüchsen unterwegs: der Erlös geht im Rahmen der Kindernothilfe an die Patenkinder der Schule in Brasilien. Allen Spendern auf diesem Wege ein besonders großes Dankeschön!
WorringenPur.de/17.11.2009 Bericht und Fotos: Gabi Pfeil-Theis Internetbearbeitung WorringenPur
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