28 Mann un en Fahn vürredran …
"Andere Länder, andere Bräuche"
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Köln-Worringen
Brauchtumsfeste werden in Köln gerne gefeiert. Also warum nicht auch mal die Bräuche anderer „Länder“ feiern, dachten sich ein paar Worringer. Bei einer feuchtfröhlichen Wanderung in den Bergen entstand die Idee, die „Wiesn“ nach Worringen zu holen und ein Oktoberfest zu feiern. Ein Komitee war schnell gegründet und im September wurden die Einladungen verteilt. Und so fanden sich am vergangenen Samstag ein paar fesche Madel und Burschen mit strammen Waden und feierten ein Oktoberfest mit allem was dazu gehört: Umzug, Almbesuch, Brezen und Wiesnbier.

Aufstellung war um 18.00 Uhr an der katholischen Kirche und mit der Fahne vorneweg und einer CD-Kapelle ging es los. Der Weg führte durch die Gemeinde und  den (Lieverges-)Berg hinauf zur Aldi-Alm. Hier wurde Verpflegung in Form von Brezen aufgenommen und ein kleiner Zwischenobstler getrunken. Der Zug gestaltete sich, wohl aufgrund der mangelnden Erfahrung, etwas ungeordnet, größere Lücken entstanden aber nicht. Entlang des Zugweges stoppten Verkehrsteilnehmer ihre Fahrzeuge, Handwerker legten die Arbeit nieder und Schaulustige säumten die Straße, um den Almabtrieb zu bestaunen. Um 19.00 erreichte die Gruppe planmäßig die Rosiwiesen.
Bei der Rosi wurden nach einer kleinen Festansprache die Maßkrüge verteilt und das bayerische Buffet mit Leberkäse, Krautsalat und Obatzta eröffnet. Es gab hübsche Dirndel zu bestaunen und die Worringer Mädchen konnten zeigen, dass auch sie viel „Holz vor der Hütt’n“ zu bieten haben. Dass die Worringer Jungen stramme Beine haben, haben schon viele Prinzen gezeigt. Am Samstag konnte man sich davon überzeugen, dass die Waden auch ohne Stützstrumpfhose sehenswert sind. Leider gab es keine „Schuhplattler-Vorführung“, doch es wurde trotzdem zünftig gefeiert. Das ungewohnte Bier warf dann zu später Stunde die eine oder den anderen aus den Wanderschuhen, doch das tat der Stimmung keinen Abbruch.

Fazit: Brauchtumspflege fördert die Toleranz und macht Spaß.


WorringenPur.de/14.10.2011
Bericht und Fotos: privat
Redakt. & digit. Bearbeitung:
Heike Matschkowski