"Ophelia und die Schublade vom verlorenen Glück"
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Köln-Worringen
„Hey, was ist denn das da für eine Tür?“. Mit diesen geheimnisvollen Worten begann das gut besuchte Theaterstück „Ophelia und die Schublade vom verlorenen Glück", das die Dramatische Vereinigung im Vereinshaus

aufführte. Der Phantasie und Kreativität waren keine Grenzen gesetzt, sodass die hauptsächlich jungen Zuschauer mit großen Augen die Inszenierung des Winterstücks aufmerksam verfolgten, wurden sie doch auch in die Handlung mit einbezogen. Fünf der Nachwuchs-Schauspieler selbst feierten indes ihre erfolgreiche  Bühnenpremiere in Sprechrollen.

Schon von Beginn an wurden die Besucher mit Geschick und mit Witz in den Ort der Handlung einbezogen. Ein Dachboden, voll mit altem Gerümpel wurde wieder lebendig und nicht nur die Erinnerungen von „Ophelia“ (Sabine Ligocki), der Oma von Marlies (Ayla Schwäbe, 11) und Fiete (Gereon Wirtz, 10)) wurden beim Durchstöbern der alten Sachen geweckt, sondern auch mancher Kindheitstraum. In dem Märchen „Ophelia und die Schublade vom verlorenen Glück“ erlebten die Kinder Marlies und Fiete und auch die Zuschauer die Kinderwelt der Oma. Der Dachboden wurde wieder zum Königreich Plunderland und das Sofa wieder zum Schloss, in dem „König Fritzchen vom Hohen Sofa“ (Bernd Wirtz) zusammen mit seiner Tochter Prinzessin Kartoffelsack (Charlotte Esser, 15) lebte. Ein weiterer Mittelpunkt des Geschehens war der „böse“ Zauberer Zaramba (Frank Meißelbach im Frack), der gar nicht gut

auf die gute Fee „Ophelia“ zu sprechen war, und dessen  finsteres Zuhause, die dunkle Eichenburg, einem Kleiderschrank sehr ähnlich sah. Obwohl Marlies und Fiete mit „Lilli – der Tochter vom gestiefelten Kater“ (Julia Jansen-Meurer, 14) Freundschaft schlossen und Zuflucht in einer Kommode suchten, bewahrte sie das nicht vor dem Zauberer Zaramba, der sie schließlich in Mäuse verwandelte. Auch der gutmütige Nachtwächter „Murmel“ (Norbert Kollenbroich), wurde Opfer der Machenschaften des Zauberers: er verlor seine Stimme und bekam nur noch ein eseliges i-Ah heraus und konnte nun den König nicht mehr beraten.

„König Fritzchen“ selbst verhielt sich wahrlich „königlich“ und verschlief dabei fasst das Glück seiner Tochter „Prinzessin Kartoffelsack“, die von „Prinz Serafino“ umschwärmt wurde. Dieser jedoch erhielt erst dann die Hand der Prinzessin und das halbe Königreich, wenn er die „Schublade vom verlorenen Glück“ finden würde, die schließlich von allen im Plunderland gesucht wurde, und von der man nur wusste, dass man nicht weiß,  wo sie ist und wie man sie

öffnet. Was man sicher zu wissen glaubte war, der Zauberer Zaramba besitzt sie und in ihr ist das verlorene Glück für alle zu finden. Doch was ist das „verlorene Glück“? Für jeden im Plunderland hatte sie etwas anderes zu bedeuten.

So manches Abenteuer musste bestanden werden, damit die Suche nach der Schublade vom verlorenen Glück zum gewünschten Erfolg führte. Dabei spielten Lachen, Weinen, Freude, Entsetzen, Zorn, Liebe, Böses und viel Spannung die eigentlichen Hauptrollen in dem phantasievollen,  modernen Märchen. Und erst ganz zum Schluss, als alles ausweglos erschien, half wie erhofft die gute Fee Ophelia, die niemand anders war, als „unsere Oma“, die sicher auch einige von uns noch haben und wohl auch in unser aller Leben eine ähnlich wichtige Rolle spielt. Alles kam zum guten Ende, wenn dieses auch ein wenig überraschend war. Doch auch das wahre Leben ist voller Überraschungen und das verloren geglaubte Glück ist etwas Wunderbares, wenn man es  wieder findet ...

Anmerk. der Red.:
Das nächste „Sommerstück“ der Dramatischen Vereinigung ist für den 1. Kirmessonntag 2007 geplant. Freuen Sie sich schon jetzt auf etwa zwei Stunden beste Unterhaltung im “Dorf der Künstler” in Worringen. Im Übrigen wird  der 1923 gegründete Verein in Kürze als gemeinnütziger Verein eingetragen sein und kann somit Spendenquittungen ausstellen. Der Besuch der Winter- oder Sommeraufführungen empfiehlt sich ab einem Jahresalter von 5 Jahren. Zudem können Interessierte dem Verein als aktive oder passive Mitglieder beitreten. Nähere Informationen dazu finden Sie unter www.dramatische.de 

WorringenPur.de/18.12.2006
Bericht und Fotos: Heike Matschkowski