Fusion und andere spannende Themen
bei der Gemeindeversammlung in der Friedenskirche
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Köln-Worringen
Auf der jährlichen Gemeindeversammlung der evangelischen Kirchengemeinde ging es in Zahlen, Daten, Fakten zunächst um die aktuelle Situation:

          1907 Gemeindemitglieder in Worringen und Roggendorf/Thenhoven,
          22 Taufen,
          18 Beerdigungen,
          2 Trauungen,
          10 Konfirmationen,
          6 Eintritte,
          12 Austritte

waren in einem Jahr zu verzeichnen.

Pfarrer Volker Hofmann-Hanke berichtete außerdem von einer stabilen finanziellen Situation und von Um- und Aufbrüchen in der Gemeindearbeit. So wird es ab Januar aufgrund eines Zusammenschlusses einen größeren Chor – auch mit Männern – geben (dienstags 19.30 Uhr in der Friedenskirche). In der Jugendarbeit sind zwei weitere Angebote geplant: wöchentliche Treffs montags für Grundschüler und dienstags ab der 5. Klasse.
Und nach dem tragischen Tod von Kerstin Englert wird eine endgültige Nachfolgeregelung für die Leitung der Kita „Villa Maus“ bald erfolgen. Die Gemeinde ist weiterhin im Kirchenasyl engagiert und

beherbergt momentan zwei junge Eritreer. Der angedachte Umbau des Gemeindezentrums erlebt gerade einen Stillstand. Einen ersten lebendigen Austausch gab es dann beim Thema Rückblick auf das Reformationsjubiläumsjahr 2017. Für viele Wortmeldungen war der Gottesdienst am 31. Oktober mit der Gastpredigt des katholischen Pfarrers Thomas Wolff ein Höhepunkt und man wünschte sich mehr ökumenische Veranstaltungen.

Anschließend ging es zum Schwerpunktthema, der geplanten Fusion mit den benachbarten Gemeinden Neue Stadt (Chorweiler, Heimersdorf, Seeberg, Volkhoven/Weiler, Blumenberg) und dem jetzigen nördlichen Teil der Gemeinde Niehl (Merkenich, Rheinkassel, Feldkassel, Fühlingen, Langel). Presbyter Jürgen Schumacher, der diesen Prozess für die Gemeinde mit steuert, nannte auf die kritische Rückfrage, dass es am Geld offenbar nicht liegen kann, einen der Hauptgründe: zu wenige Pfarrerinnen und Pfarrer, so dass, selbst wenn man formal eigenständig bliebe, eine eigene Pfarrstelle auf Dauer nicht realisierbar sein wird. Insgesamt sei auch nicht geplant, einen Standort aufzugeben; Kirche müsse weiterhin vor Ort erlebbar sein. Dies war auch eine Antwort auf die geäußerte Befürchtung hinsichtlich einer Zentralisierung.

Als Datum der Fusion wird der 1.1.2020 anvisiert. Neben den formalen Dingen sei es, so mehrere Stimmen der Anwesenden, aber auch wichtig, den Menschen frühzeitig Begegnungsmöglichkeiten anzubieten, damit die Fusion mit Leben gefüllt werden kann. Schließlich bat Pfarrer Hofmann-Hanke um Meinungsbilder zu bestimmten Angeboten und Eigenheiten, die die Worringer Gemeinde als „Schätze“ mit in die Fusion einbringen könne, wobei nicht nur tatsächliche, sondern auch wünschenswerte Aspekte eine Rolle spielten. So wird immer mehr in der tagsüber geöffneten Kirche von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, eine Kerze anzuzünden; und es wurde die Idee begrüßt, mehr kulturelle Veranstaltungen in der Kirche durchzuführen.


WorringenPur.de/12.01.2018
Bericht: Volker Hofmann-Hanke
Fotos: Martina Hanke
Redakt. & digit. Bearbeitun: Matschkowski