Trommeln mit Geflüchteten
Die Freude im Einklang mit anderen zu sein, verbindet
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Köln-Worringen
Kaum ein Musikstück kommt ohne aus: Gut gespielte Trommeln haben Ohrwurm-Potenzial, ihr Klang lässt Körper und Füße automatisch den

Takt aufnehmen. Im Wohnheim für Geflüchtete wird seit einem Jahr getrommelt. Denn mit Hilfe einer Spende des Erzbistums Köln aus dem Fonds „Aktion Neue Nachbarn“ konnten einige Trommeln angeschafft werden. Montags trifft man sich und legt einfach los. Rein intuitiv wird mit den nackten Händen auf die Tierhäute gedroschen und erzeugt so die rhythmischen Klänge. Das macht allen Spaß, lockert die Stimmung und lässt die triste Wohnsituation im Heim für eine gute Stunde vergessen. „Das Trommeln verbindet, schafft ein Gemeinschaftsgefühl und hat eine hohe Sozialkomponente“, sagen Leute, die etwas vom Trommeln verstehen. „Es ist die Freude darüber, im Rhythmus, im Einklang mit allen anderen Mitspielern gewesen zu sein und das verbindet, macht zufrieden, erfüllt ungemein und fördert das Wir-Gefühl."

Jeder Interessierte kann Trommeln. Vorkenntnisse sind dazu nicht erforderlich. Auch muss man nicht musikalisch sein, um trommeln zu können. Auch das Trommeln in einer Gruppe wird intuitiv und nach kurzer Zeit problemlos möglich. Taktgefühl reicht!
Männer und Frauen sind gleichermaßen für das Trommeln geeignet. Einzige Voraussetzung: Spaß an einer etwas anderen Art der persönlichen Entspannung in einer Gruppe Gleichgesinnter. Jeder, der sich angesprochen fühlt, kann gerne mal reinschnuppern, zuhören – und bleiben, wenn es gefällt. Die Kenntnisse sind sehr ausbaufähig, aber alle haben Spaß.

Immer montags 15:30 bis 17:00 Uhr. Interessiert? Haben Sie schon mal getrommelt? Dann können Sie vielleicht jemanden etwas beibringen. Kommen Sie einfach vorbei oder rufen Sie an: Handy 0172 - 7302033.


WorringenPur.de/10.03.2017
Bericht & Fotos: Hans-Bernd Nolden
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski