Wahlen, Flüchtlingsunterkunft & Verkehrssituation im Fokus
auf der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Roggendorf/Thenhoven
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Köln-Roggendorf/Thenhoven
Der 1. Vorsitzende des Vereins, Daniel Esch, begrüßte die zahlreich erschienenen Bürgerinnen und Bürger im Schützenheim an der Berrischstraße. Auch einige Gäste aus der Politik, aus dem Bereich der Kirchen und den Sozialverbänden waren gekommen und wurden namentlich willkommen geheißen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien genannt: Der Bezirksbürgermeister Herr Zöllner (CDU), Frau VorstandNesseler-Komp (CDU) und Herr Kircher (SPD), beide im Rat der Stadt Köln, Kaspar Dick (1. Vorsitzender des Worringer Bürgervereins) Paul-Reiner Weißenberg (2. Vorsitzender des Worringer Bürgervereins), außerdem der Leiter des Wohnungsamtes der Stadt Köln, Herr Josef Ludwig, Andreas Peters von der Freiwilligen Feuerwehr Roggendorf/Thenhoven, Diakon Herr Gill von der kath. Kirchengemeinde St. Pankratius, Frau Helmes von der Chorgemeinschaft Cäcilia Köln-Roggendorf/Thenhoven, Pfarrer Hoffmann-Hanke von der evang. Kirchengemeinde, sowie Frau Thielen vom SKM und Herr Möbius von der CDU.

Der Geschäftsbericht des Bürgervereinvorstandes und der Kassenbericht des Kassierers wurden vorgetragen. Im Kassenbericht wurde unter Einnahmen, neben Spende,n auch die eingenommenen Sparbuchzinsen in Höhe von 0,00 € Sparbuch erwähnt. Anschließend folgte der Bericht des Kassenprüfers, im Anschluss daran die Entlastung des gesamten Vorstandes. Die Mitglieder des Vorstandes waren zur Wiederwahl bereit und wurden nahezu einstimmig in ihren Funktionen wiedergewählt, was mit Applaus begrüßt wurde und den Wahlleiter zu der Bemerkung veranlasste: “Das entspricht  ja albanischen Verhältnissen!“

Die geplante Flüchtlingsunterbringung in R/T war das erste große Thema dieser Veranstaltung. Herr Josef Ludwig informierte über den aktuellen Stand der geplanten Flüchtlingssiedlung an der Sinnersdorfer Straße. Im Jahr 2016 waren für 240 Flüchtlinge abgeschlossene Wohnungen mit eigener Küche/Sanitäreinrichtung in einer 2-geschossigen Systembauweise angedacht worden. Doch die Rahmendaten zu diesem Thema haben sich durch den mittlerweile geringeren Zuzug von Flüchtlingen  sowie die bereits erfolgte Unterbringung auf dem Frau Thielen vom SKMregulären Wohnungsmarkt verändert. Es sollen nach wie vor Wohnungen für 240 Personen erstellt, aber aktuell eine Belegungsquote von lediglich 50 - 70% angestrebt werden. Dadurch soll eine Reserve für ca. 80 Personen vorgehalten werden, um bei Bedarf kurzfristig größere Kontingente von Flüchtlingen aufnehmen zu können.

Aktuell ist eine Ausschreibung für die Erstellung der Siedlung in Systembauweise veröffentlicht. Die Abgabe der Angebote ist für Ende März 2018 terminiert. Erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt die Beauftragung der ausführenden Firma. Diese wird dann einen Bauantrag erstellen, der vom Bauaufsichtsamt geprüft und genehmigt wird. Erst danach kann mit dem Bau der Siedlung  begonnen werden. Somit ist der genannte Baubeginn im 3. Quartal 2018 doch mit einem großen Fragezeichen zu versehen.

Der Startschuss für die geplante Flüchtlingshilfe in Roggendorf/Thenhoven ist für einen späteren Termin vorgesehen. Ehrenamtliche, die sich für dieses Netzwerk engagieren wollen, sind nicht nur willkommen, sondern auch dringend benötigt. Unterstützung erhält die dortige Flüchtlingshilfe obendrein durch den Bürgerverein RT, durch das „NETZwerk Flüchtlingshilfe Worringen“ und durch die kath. und die ev. Kirche. Zusätzlich werden sich, wie auch bei der Flüchtlingsunterkunft in Worringen der SKM (Sozialdienst Katholischer Männer) und SKF (Sozialdienst Katholische Frauen) und außerdem Frau Julia Karls beteiligen. Frau Karls arbeitet im Rahmen einer neugeschaffenen Stelle, die zu 50 % vom Bundesfamilienministerium und zu  50 % von der kath. Kirche finanziert wird. Die Aufgabe von Frau Karls ist z. T. die Betreuung der Flüchtlingskinder, besonders der Unterdreijährigen, die noch keinen Kitaplatz haben.

Die hoffentlich zahlreichen Ehrenamtler, die sich über den Bürgerverein Roggendorf/Thenhoven bei deren geplanter Flüchtlingshilfe anmelden können, werden, ähnlich wie in Worringen, vielfältige Aufgabenbereiche abdecken dürfen. Hierzu gab Paul Reiner Weißenberg vom Bürgerverein Worringen ein ausführliches Statement über das „NETZwerk Flüchtlingshilfe Worringen“ ab: Vereine wurden angesprochen und Ideen gesammelt. Dann standen 150 Ehrenamtler bereit. Es wurden Bekleidung und Einrichtungsgegenstände gesammelt. Auch von politischer Seite kam Hilfe, Frau Nesseler-Komp und Herr Kircher unterstützten in dieser Sache. Nach der Anfangsphase änderte sich der Schwerpunkt der ehrenamtlichen Arbeit. Es bildeten sich Teams von sachkundigen Bürgern für verschiedene Aufgabenbereiche, wie z.B. Rechtsberatung, Sprachförderung, medizinische Hilfe bzw. Beratung und Kinder- und Jugendbetreuung.
Die für die Siedlung „Im Mönchsfeld“ (gegenüber Aldi in Roggendorf/Thenhoven) zuständige Gesellschaft Vonovia übernimmt auch mehr soziale Verantwortung. So wird der Bolzplatz wieder hergerichtet und in dem leerstehenden Ladenlokal, ehemals Schlecker, soll Raum für Begegnungen und Treffen geschaffen werden. Auch hier wird wohl die Mitarbeit der Ehrenamtlichen erforderlich sein.

Abschließend kam die Verkehrssituation in Roggendorf-Thenhoven zur Sprache. Der LKW-Verkehr ist weiterhin ein kompliziertes Thema. Die Anzahl an LKWs hat deutlich zugenommen, es wird zu schnell gefahren. Ortsunkundige LKW-Fahrer, die dem Hinweisschild zur A57am Ende des Walter-Dodde-Weg zur A57 folgen, fahren sich wiederholt an der Problemecke Sinnersdorfer Str./ Straberger Weg fest. Das

erwähnte Hinweisschild stammt noch aus der Zeit vor der Umgehung Roggendorf. Eine Bürgerin empfahl, an dieser Stelle ein neues Hinweisschild, das den Verkehr über den Parallelweg in Richtung Autobahn leitet. An vier Stellen im Ort werden Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden: Thenhovener- Escher Weg, Sinnersdorfer Str., Bruchstr., Straberger Weg.
An der sehr unübersichtlichen Problemecke Sinnersdorfer Str./ Straberger Weg kommt es des Öfteren zu kritischen Situationen, da Autofahrer, aus Richtung Bahnhof kommend, sich “blind“ in den Kreuzungsbereich vortasten müssen, da sie den vom Straberger Weg kommenden Autoverkehr nicht einsehen können: Sichtbehinderung durch bis auf die Ecke parkende Autos. Hier wäre ein uneingeschränktes Halteverbot erforderlich. Dieses Thema beschäftigt den Bürgerverein seit ca. 2016. Die zuständige Verwaltungsstelle sah bisher jedoch keinen Handlungsbedarf. Das Thema sollte noch mal aufgegriffen werden, mit dem Hinweis, dass die Verkehrssituation durch die parkenden Autos gerade in den Nachmittags- und Abendstunden verschärft wird.
Auch Straßenabschnitte der Sinnersdorfer Str., Quettinghofstr. und Berrischstr. stellen durch zu schnell fahrende Autos eine Gefahrenquelle dar, besonders der nördliche Abschnitt der Quettinghofstraße, die an dieser Stelle gleichzeitig Schulweg ist. Hier wird die Möglichkeit einer reduzierten Höchstgeschwindigkeit geprüft.

Unter Verschiedenes wurde der Spielplatz im Neubaugebiet Straberger Weg angesprochen, der noch vor Ostern freigegeben werden soll. Der Vorsitzende Daniel Esch verkündete die im März und April anstehenden Termine:

24.03.2018 Osterschießen der Roggendorfer Schützen
21.04.2018 Aktion Kölle putzmunter
28.04.2018 Königsabend im Schützenheim, zu dem alle BürgerInnen eingeladen wurden.


WorringenPur.de/19.03.2018
Bericht & Fotos: Elisabeth Pieper-Jannicke
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski