Ineos erhält neuen Reaktor
Ein Schwertransport durch Worringen
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Köln-Langel/Worringen
Anders als sonst wurde der Reaktor in Köln-Langel an der Nato Rampe neben der Fähre Hitdorf-Langel an Land geholt. Der Vorteil der Rampe in Langel liegt auf der Hand. Hier brauchten keine riesigen Kräne den schweren Reaktor über die hohe Kaimauer zu heben. Schon am Samstag kamen die Tieflader und Kräne der Firma Riga Mainz in Langel an und begannen mit dem Aufbau. Ein Kran, der später die Rampe zum Ponton bauen sollte, wurde auf der Schräge der Nato-Rampe aufgestellt.

Sonntags kam der Ponton mit dem Reaktor in Worringen an. Der Reaktor kam aus Italien, wurde in Rotterdam von der Fima Riga übernommen und auf ein Ponton mitsamt einem Fahrgestell verladen. Dann ging es über den Rhein nach Worringen und Montagmorgen nach Langel weiter. Bis zum Nachmittag wurde an der Rampe gebaut, dann verlies der Reaktor, der 270 Tonnen wog, auf seinem selbstfahrenden Untergestell den Ponton. Dabei musste über mehrere Pumpen die Ausgleichstanks des Pontons geflutet und entleert werden, um das Gewicht des Reaktors beim Verlassen des Pontons auszugleichen. Eine große Menschenmenge sah dabei erstaunt zu. Weil die Fähre nicht fuhr, waren auch viele Autos und Radfahrer für ihr Weiterkommen ratlos.


Die Landpartie ging dann um 24 Uhr weiter, nachdem die KVB die Freigabe gegeben hatte. Die Vorbereitungen begannen vor einem Jahr. Die B9 war ab 21 Uhr gesperrt. Viele Verkehrsschilder auf den Kreisverkehren in Fühlingen waren demontiert. Auch in Worringen fehlten einige Schilder und es bestand ein Halteverbot auf der Neußer Landstr. Die Verkehrsinseln in Worringen wurden mit mobilen Rampen überbaut. Gesteuert über Tasten und Knöpfe fuhr die Selbstfahrlafette, auch liebevoll Ameise genannt, mit Schrittgeschwindigkeit die 8 km bis zur Ineos. Die 56 Räder können alle gelenkt werden und so ist die Lafette, mit ihren 2 Antriebsmotoren im Heck, relativ wendig. Spannend war natürlich die Einfahrt ins Werk durch Tor 9, vorbei am Neubau des Verwaltungsgebäudes, am frühen Morgen um 2.10 Uhr. Danach wurden die Rampen und die vielen Absperrungen der Zufahrtsstraßen wieder entfernt sowie die B9 wieder freigegeben.


WorringenPur.de/03.04.2017
Bericht und Fotos: Herbert Jansen
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski