Kolping: Karnevalistischer Frühschoppen
 – dat wor widder schön!
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Köln-Worringen
Das St. Tönnis Haus war bis auf den letzten Platz besetzt, als Thomas Büchel, der Vorsitzende der Kolpingsfamilie, am Sonntag den karnevalistischen Frühschoppen eröffnete. Dem Prinzenmotto („Kunterbunt wie jeder will – dat Wurringer Fastelovensspill“) entsprechend, war der Raum herrlich bunt und phantasievoll geschmückt. Für die richtige Musik sorgte auch diesmal wieder DJ Sascha Weber, der aufmerksam und mit dem richtije Jeföhl die ganze Veranstaltung begleitete.

Das Programm startete mit den gekonnt gereimten Erzählungen eines Hausmanns (Ruth Otten). Vielen anwesenden Frauen war anzumerken, dass dieser Hausmann ein zwar seltenes, aber nicht ganz untypisches Exemplar der Gattung Mann verkörperte. Eine Rede, wie man sie gerne öfter hören würde!

Schon eine schöne Tradition dann der Besuch der „Großen Kölner Landsknechte“, die mit temperamentvollen Tänzen begeisterten. So mancher Zuschauer sah bei den akrobatischen Flugeinlagen bang zu den Lampen. Allerdings beherrschten die jungen Tänzerinnen und Tänzer ihre Sache  perfekt und so war natürlich auch eine Zugabe fällig.

Zum ersten, aber hoffentlich nicht zum letzten Mal standen dann „Wilmas Pänz“ auf der Bühne der Kolpingsfamilie. Die Lieder dieses Kinderchores begeisterten die Anwesenden, egal ob leise Töne angeschlagen oder mit Schmackes gesungen wurden. Ganz besonders hervorzuheben sind die Leistungen der kleinen Solisten, die erfreulich unbekümmert ihre Liedchen sangen und mit schönem Kölsch den Zuhörern Freude machten. Anzumerken ist aber auch, dass man die leisen Töne im Saal würdigte und ihnen aufmerksam zugehört wurde.

Beim folgenden Einzug von Prinz Bernd I und seinem Hofstaat der KG Närrische Grielächer hielt es die Zuschauer nicht auf den Plätzen. Der Prinz wurde herzlich begrüßt und konnte seinerseits viele bekannte Gesichter entdecken. Der diesjährige  Prinzenschlager (sehr flott!) wurde von Ute Mies gekonnt vorgetragen und von allen kräftig mitgesungen. Das mit dem Prinzen eingezogene Zwischentanzkorps der „Närrischen Grielächer“ begeisterte mit schmissigen Tänzen. Schön war, dass der Prinz den anwesenden Kindern einen Button mit seinem Konterfei schenkte und sich somit viele kleine Fans sicherte. Schön war auch, dass sich die Frau des Prinzen (Mitglied der Kolpingsfamilie) das Mikro schnappte und einige herzliche, humorvolle Worte an ihren Verein richtete. Besonders schön war, dass Prinz Bernd etwas Zeit mitbrachte und eine ganze Weile mitfeierte.


So konnte er auch die Rede von Hans-Josef Heinz genießen. Die war wieder ein Highlight im Programm und erfreute die Gäste schon allein durch dat schöne Wurringer Platt. Seit Jahren versteht es der Leiter des Heimatarchivs mehr als gekonnt, mit seinen Anekdötchen und Verzällcher für herzliches Lachen zu sorgen.

Aus dem Programm der Kolpingsfamilie nicht wegzudenken ist Marietta Wirtz als Sängerin. „Et kütt wie et kütt“ – stimmt, und gesungen klingt es auch noch schön. So hatte Marietta mit diesem schönen Lied den Saal schnell zum Schunkeln und Mitsingen gebracht.

Ein altbekanntes Gesicht bei Kolping – aber in neuer Rolle: Norbert Kollenbroich hatte in seiner unnachahmlichen Art schnell die Lacher auf seiner Seite und begeisterte mit einer Rede, mehr noch vielleicht mit seinen dazwischen gestreuten „Leedcher“, in denen er humorvolle Texte zu bekannten Melodien vortrug („ich hann dozo noch eh kleije Leedche jeschrevve..“).

Tradition bei Kolping ist auch der Auftritt des „Schnäuzerballetts“ (KG Änze Kääls). Wie man es von ihnen kennt, hatten sich die Damen für ihren Auftritt wieder etwas Besonderes einfallen lassen und so ließ der Puppenspieler von Mexico die Pöppcher danze. Schöne Musik, passendes Outfit und prima getanzt! Da kann man schon auf nächstes Jahr gespannt sein.

Bleibt noch zu berichten, dass Thomas Büchel das Programm locker und fröhlich moderierte, dass die Verantwortlichen für Programm, Küche und Service prima gearbeitet haben, dass der Frühschoppen für manche erst am Abend zu Ende ging, dass sich Besucher im Alter von 3 Monaten bis 86 Jahre eingefunden hatten  und, dass es alles in allem ein wirklich schöner Tag war!


WorringenPur.de/26.01.2012
Bericht: Hildegard Erpenbach
Fotos: Andreas Hackmann/Michael Freckmann
Redakt. & digit. Bearbeitung:
Heike Matschkowski