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Triumph vor heimischer Kulisse Gelungene Kostümsitzung der Großen Karnevalsgesellschaft Fotogalerie!
„Andrea Jansen hat alles zu verantworten, was hier heute Abend abläuft!“. Mit diesem Satz sprach Präsident und Sitzungsleiter Holger Miebach der Literatin der Großen Karnevalsgesellschaft Dank und Anerkennung für eine gelungene Kostümsitzung seiner Gesellschaft aus. Und wahrlich, das von ihr unter schwierigsten Bedingungen zusammengestellte Programm konnte sich sehen lassen. Prinz Bernd I. und sein Gefolge hatten vor einem nahezu ausverkauften Haus viel Spaß und ihre helle Freude. Getreu des diesjährigen Prinzenmottos „Die Welt es rund un kunterbunt“ war für jeden Geschmack etwas dabei. Und so überraschte es auch nicht, dass am Ende der Sitzung, schon weit nach Mitternacht, Holger Miebach dem Publikum sein strahlendstes Lächeln schenkte und ein sichtlich zufriedener Prinz den Saal verließ.
Nun, der Prinz hatte mindestens zwei Gründe zur Zufriedenheit. Erstens hatte er sich überzeugt, dass die Große Karnevalsgesellschaft keine Mühen gescheut hatte, um ihm einen kurzweiligen Abend zu bereiten. Zweitens hielt er eine wichtige Insignie seiner Macht, das Narrenzepter, wieder in der Hand, das ihm in einem klitzekleinen Moment der Unachtsamkeit stibitzt worden war. Aber generös, wie Herrscher nun mal sind, verzieh er jener despektierlichen Untertanin sofort, nachdem er, allerdings nach Zahlung eines 10-Liter Obolusses, das wichtige Utensil ausgelöst hatte. Aber so ist es eben, wenn man einer mitreißenden Veranstaltung beiwohnt, dann können kleine Dinge schon mal schnell zur vermeintlichen Nebensächlichkeit werden.
Und mit den Kleinen war es ja auch losgegangen. Kaum hatte der Prinz mit seinen Damen in der Ehrenloge Platz genommen, da wuselte es in rot-weiß, so dass ihm und dem Publikum die Augen übergingen. 22 herzige Jungen und Mädchen, das Kindertanzkorps der GKG, erfreute mit einem herrlichen Tanz. Sandra Brischke, Marika Pilz und Claudia Hund hatten als Betreuerinnen ganze Arbeit geleistet. Als die neugierigen Kinderaugen dem Prinzen ins Gesicht schauten, da sahen sie, dass er von ihrer Vorstellung begeistert war. Was er in Form einer süßen Belohnung auch zum Ausdruck brachte. Der Boden war bereitet für die 13jährige Silke Jansen, die mit ihrem Lied „Mer han e Hätz för Kölle“ das Publikum in den Bann zog. Was gut für das folgende Zwiegespräch war. Monika und Dieter Trojahn plauderten als „Der Schöne und das Biest“ über dies und das in und um Worringen und darüber hinaus. Sehr interessiert lauschte das Publikum der Vorstellung des „Worringen Retters“. Eine feine Rede, die mit viel Beifall und Zustimmung bedacht wurde.
Ilona Kircher bewies anschließend mit dem Song der Gruppe Brings „Wem jehürt die Stadt“, warum sie zum festen Kreis der Gesangsinterpreten der GKG gehört. Dieter Pilz und Stefanie Schulz standen als „e zänkisch Pärche“ erstmals gemeinsam auf der Bühne. Dieser mit gepfefferten Witz garnierte Beitrag über Mann- und Frauansichten wurde mit viel Gelächter, manch zustimmendem Kopfnicken sowie kräftigem Applaus honoriert. Und kaum hatten Marika und Anna-Maria Pilz mit dem Lied „Wenn am Himmel de Stääne danze“, das Publikum auf die Beine getrieben und die Tanzgruppe „de Dilldöppcher“ den Saal zum Kochen gebracht, war auch schon Pause.
Genauso schnell verging auch die zweite Hälfte der Sitzung. Die Majorettengarde bewies, trotz kleiner Besetzung, dass sie in der Lage ist, das Publikum im Handumdrehen aus dem Pausenschlaf zu holen. Zur Strafe ließ sie der so bewegte Saal erst nach einer stürmisch gefeierten Zugabe von der Bühne. Und da man schon mal stand, war es genau der rechte Moment für Marietta Wirtz, die mit dem gefühlvollen Schunkelwalzer „Et kütt, wie et kütt“ von Marie-Luise Nikuta Erinnerungen an die gute, alte Zeit auferstehen ließ.
Danach hieß es gut hinzuhören. Andrea Jansen und Marika Pilz plauderten in einem herrlichen Zwiegespräch viel aus dem Blöschen. Manch ein Geheimnis in und um den Worringer Karneval und den amtierenden Prinzen wurde gelüftet. Um den Prinz versöhnlich zu stimmen, erhielt er von beiden einen großen Beutel einer seiner Lieblingsspeisen. Was aber nicht notwendig gewesen wäre, denn er verzieh den beiden huldvoll jede Indiskretion. Herzliches Gelächter und viel Applaus begleitete die „Zwei Wiever“ von der Bühne.
Sarah Steven, ebenfalls ein Gesangsstar der GKG, stand dann mutterseelenallein auf der Bühne und sang dazu das passende Lied „Ich bin alleine hier“. Plötzlich tauchte Dennis Grün, gern gesehener Gast bei den Sitzungen der GKG, neben ihr auf und sang mit . Der Saal war hingerissen. Doch dann stimmten sie, sehr zur Begeisterung des Publikums, das Lied „Stammbaum“ der Bläck Fööss an, mit ungeahnten Folgen. Denn kaum waren die ersten Takte des Refrains „So sin mer all he hin jekumme...“ ertönt, da standen Prinz, Hofnarr, Prinzengattin und Hofdamen hinter ihnen und krönten den Gesang mit einer flotten Tanzeinlage. Naja, und dabei schien der Prinz wohl einen Moment unaufmerksam gewesen zu sein. Aber darüber wurde ja schon berichtet.
Zwei Freunde, die auf dem Heimweg von einer Kegeltour waren, trafen sich zufällig an der Straßenbahnhaltestelle. Das daraus entstandene Zwiegespräch wurde von Herbert Meudt und Willi Thoma routiniert vorgetragen. Der teils derbe Humor sorgte für viel Heiterkeit. Daniel Miebach, Claudia Hund und Marika Pilz bewiesen danach mit dem von ihnen gewählten Lied „Ich liebe das Leben“ von Vicky Leandros, dass es nicht unbedingt ein populäres Karnevalslied sein muss, um das Publikum aus dem Häuschen zu bringen. Sie wurden für diesen schönen Beitrag frenetisch gefeiert.
Sieben schrille junge Frauen stürmten die Bühne und mit dem Lied „En Kölle jebütz“ der Cölln Girls gab es ordentlich was auf die Ohren. Der Saal bebte. Die Tänzerinnen der Majorettengarde (Stefanie Schulz, Sarah Steven, Annamaria Pilz, Yasemin Müller, Katharina Piedboeuf, Jessica Büscher) verstärkt durch ihre Trainerin Julia Jansen hatten sich diesen netten Act ausgedacht.
Nun war alles vorbereitet für den ultimativen Höhepunkt der Sitzung. Hans-Josef Dittebrand und Dieter Pilz intonierten auf der Bühne den Funkenmarsch der GKG, die Saaltüren öffneten sich und die Truppe marschierte, begeistert empfangen, herein. Oh ja, die Anwesenden waren schon gespannt auf die vielen Neuen. Besonderes Augenmerk richtete sich, wie sollte es auch anders sein, auf die neue Marie, Joeline Piegsa. Erst seit wenigen Monaten im Training, war es doch überraschend, wie souverän sie an der Seite von Thomas Müller, dem bewährten Tanzoffizier agierte. Das Publikum war überrascht. Angespornt durch die Leistung und den Willen ihrer Marie tanzten auch die Funken mit ihrem neuen Koch Fabian Kircher, was das Zeug hergab. Selbst eine Zugabe steckten die Jungs locker weg, was dem Präsidenten sichtlich überraschte. Zu seiner Zeit als Funkenkommandant schien es noch anders gewesen zu sein. Thomas Bochem, der neue Kommandant war in der Tat erstaunt, ob der Energieleistung seiner Truppe. Aber an sich war das kein Wunder, weiß man doch vom Sport, dass ein Heimspiel ungeahnte Kräfte freisetzt.
Einen schöneren Schlusspunkt und ein schöneres Schlussbild, die ganze Bühne in rot-weiß, aufgelockert durch die Farbvielfalt des Prinzen mit seinem Gefolge und über allem der gelöst lächelnde Präsident stehend, konnte es nicht geben. Da war es nur noch eine winzige Petitesse, dass der Elferrat fast verdurstet wäre.
WorringenPur.de/25.01.2012 Bericht: Dieter Trojahn Fotos: Thomas Bochem Redakt. & digit. Bearbeitung: Heike Matschkowski
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