Seine Tollität Prinz Dominik I. krönt die Prunksitzung der „Holzwürmer“
Ein ganz spezieller Erlebnisbericht
Fotogalerie!

Köln-Worringen
Der 11-köpfige Kegelclub „Die Holzwürmer“ lädt Prinz Dominik I. zur „kleinsten, schönsten, kürzesten (5 x 5 min.) spaßigsten, professionellsten und preiswertesten Prunksitzung des Worringer Karnevals“, in das Worringer Vereinshaus ein, das macht neugierig. Das Programm ist sehr überschaubar, diverse Programmpunkte, bzw. Höhepunkte, Gesamtdauer ca. 25 Minuten. Ein kleiner Imbiss mit Salzstangen darf erwartet werden. Das technische Soundequipment besteht aus einer professionellen, aber doch bunten technischen Anlage mit Mikrofon und Schnürensalat, mich erinnert das doch schon sehr an das Kinderzimmer meiner 4jährigen Enkelin. Die Anlage steht am Rande der Kegelbahn auf einer mobilen Basis (Sackkarre) und wartet auf ihren Einsatz. Der Kegelklub ist etwas aufgeregt. Rote Nasen werden noch mal überprüft. Weiß jeder, was zu tun ist? Der Moderator Hartmut Warnke steht bereit, der Prinz kütt. Hier ist Spaß angesagt, das ist spürbar. „Alles nicht so ernst nehmen. Hauptsache ist, dass das Herz stimmt. Herrlich! Das ist Worringen!“ Das sagt Gerd Neurath später mit Überzeugung.

Die Tür geht auf und der Prinz und Hofstaat schreiten in Rud un Wiess gekleidet herein. Wir alle singen laut und voller Inbrunst den Prinzenschlager mit drei Strophen. Freude und Erleichterung in den strahlenden Gesichtern. Der Prinz ist in seinem Element, man spürt, dass es ihm Spaß macht.


Dann tritt das „Tanzpaar“ mit dem Gardetanz auf die Tanzfläche, nämlich „Marie mit ihrem Jung“. Der Tanzoffizier (Kaspar Dick) und die Marie geben ihr Bestes, schaffen sogar ein kleines Stippeföttche-Tänzchen. Sie sind zwar auch nicht mehr ganz jung: kurz über 60 Jahre, aber an Einsatzwillen nicht zu überbieten. Ein fröhlicher Applaus ist ihnen gegönnt. Eduard Annas hält anschließend am Mikrofon eine Büttenrede (2. Höhepunkt). Der Vortrag handelt vom Lattenzaun, mit vielen Latten, eine Reimrede, ein Mitmachgedicht, bei dem das Publikum am Zeilenende mitreimen darf. Nun jagt ein Highlight das nächste. Beim Pappnasenlied, bei dem alle mitsingen, geht die Stimmung schon in Richtung Höhepunkt, was auch zeitlich passt, denn die Sitzung ist ja schon bald wieder zu Ende. Ja, zeitliche Verdichtung, das will gekonnt sein! Die Abschlussnummer „ Rock am Stock“, erfordert eine choreographische Zusammenarbeit der Holzwürmer mit höchster Konzentration und motorischer Perfektion mit dem Spazierstock an der Hand. Der offizielle Teil der Sitzung ist beendet. Ein lecker Imbiss steht plötzlich auf den Stehtischen. Damit bin ich auch entlassen und kriege das Gruppenfoto nicht mehr mit. Ich gehe schmunzelnd nachhause. Auch das ist Karneval in Worringen!


WorringenPur.de/20.02.2017
Bericht & Fotos: Elisabeth Pieper-Jannicke
Redakt. & digit. Bearbeitung: Matschkowski