Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Roggendorf - Thenhoven
Vorstand einstimmig im Amt bestätigt

Köln-Roggendorf/Thenhoven
Erfreut konnte Gottfried Mock, Vorsitzender des Bürgervereins, im vollbesetzten Schützenheim 110 Mitglieder, sowie eine große Anzahl von Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern begrüßen.

  • Christian Möbius, CDU, MdL NRW
  • Birgitta Nesseler – Komp, CDU, MdR der Stadt Köln
  • Cornelie Wittsack – Junge, Bündnis 90 die Grünen, Bezirksbürgermeisterin Bez. VI
  • Jürgen Kircher, SPD, 1ter stellvertretender Bezirksbürgermeister Bez. VI
  • Reinhard Zöllner, CDU, 2ter stellvertretender Bezirksbürgermeister Bez. VI
  • Peter Faxel, CDU, stv. Ortsverbandsvorsitzender des CDU Ortsvereins
  • Detlef Friesenhahn, SPD, Vorsitzender des SPD Ortsvereins
  • Dagmar Paffen, SPD, ehem. MdR der Stadt Köln

Wie dem Geschäftsbericht, vorgetragen vom stellvertretenden Vorsitzenden Paul Pesch, zu entnehmen war, konnte Herr Mock mit dem geschäftsführenden Vorstand auf eine erfolgreiche Amtszeit zurückblicken. Gleichwohl machte Mock keinen Hehl daraus, dass er, wie auch seine Vorstandskollegen, gerne ihre Plätze für Jüngere räumen würden. An


vo.li.: Rolf Schubert, Franz Gassen, Detlef Meyer, Gottried Mock, Paul Pesch, Ute Flick

diesem Abend fanden sich keine Bewerber, so dass die alte Mannschaft erneut antrat und einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurde. Zusätzlich wurde Herr Christian Stowasser zum Beisitzer gewählt.

Interessantes war unter Tagesordnungspunkt (TOP) 12 zu erfahren, der dann auch nahtlos in TOP 13 „Verschiedenes“ überging. Wie diversen Publikationen zu entnehmen ist, plant die RheinEnergie eine Biogasanlage nördlich von Roggendorf – Thenhoven. Die Bezirksverwaltung hat in der BV. – Sitzung vom 28. Januar 2010 (siehe den ausführlichen Bericht der Bezirksbürgermeisterin Wittsack-Junge hier auf WP) diesem Vorhaben zugestimmt. Seitens der anwesenden Bürgerinnen und Bürger führte dies zu Unmutsbekundungen, da man der Meinung war und auch ist, dass die zur Betreibung der Anlage benötigte Gülle (max. 5.000 Tonnen/J) zu einer erheblichen Geruchsbelästigung führen wird.
Weiterhin sieht und sah man sich unvollständig oder gar nicht informiert. Ein Bürger sah sich sogar, nachdem auf diverse Zeitungspublikationen hingewiesen wurde, zu der Äußerung genötigt: Ich gehe arbeiten und habe keine Zeit für so was. Er fände es jedoch von Nöten, wenn man die Bevölkerung auf andere Art und Weise, z. B. auf dem Postweg unterrichten könnte.
Eine geforderte Stellungnahme, auf welchen Wegen/Straßen die benötigte Pflanzenmenge von den Feldern zur Biogasanlage transportiert werde, blieb im Raume stehen, bzw. es wurde auf den bereits erwähnten Beschluss verwiesen. Verwunderlich ist der Unmut der Bevölkerung nicht, denn jahrelang, nein jahrzehntelang hat man für eine Ortsumgehung gekämpft, nun wo sie endlich da ist, sieht man diese als ad absurdum geführt, da nach Meinung der Bevölkerung, die entsprechenden Transporte zwangsläufig durch den Ort geführt werden. Eine Klärung konnte an diesem Abend leider nicht erfolgen, hier ist der BV gefordert nochmals nachzuhaken.

Aber auch ein „hausgemachtes“ Problem galt es an diesem Abend zu diskutieren. So wird die katholische Grundschule Gutnickstraße nach Meinung vereinzelter Bürger, nicht wie vorgesehen über den Fortuinweg angefahren, sondern über die verkehrsberuhigte Gutnickstraße. Dieser Anfahrtsweg erlaubt es den Müttern oder Vätern, ihre Sprösslinge bis kurz vor den Schuleingang zu bringen und auch wieder abzuholen. Aber ist es nur schnöde Bequemlichkeit oder wird es den Eltern gar vorgeschrieben???
Wirft man einen Blick auf die Homepage der Schule http://www.kgs-gutnickstrasse.de , so wird man doch glatt eines Besseren belehrt. Denn unter Anfahrt mit dem Auto erhält man folgende Wegbeschreibung: Von der Autobahn A57 an der Anschlussstelle Köln-Worringen in Richtung Roggendorf abfahren. Den Kreisverkehr an der ersten Ausfahrt verlassen. An der Ampel geradeaus, an der ersten Kreuzung rechts auf die Quettinghofstraße, die erste Straße rechts ist die Gutnickstraße, hinter dem Kindergarten liegt die KGS.
Ein Schelm der sich dabei Böses denkt, oder lässt hier das berühmte Schilda grüßen????

Zum Ende noch ein kurzer Aus- oder Überblick:

  • Roggendorf – Thenhoven soll in eine Tempo 30 Zone verwandelt werden, Verkehrsschilder welche die Vorfahrt regeln werden abgebaut, so dass künftig nur noch rechts vor links gelten wird.
  • Die alte Schule wird in einen städtischen Kindergarten mit 5 Gruppen umgewandelt. Beginn der Baumaßnahmen Mitte 2010.
  • Die Stadtverwaltung hat dem Antrag auf Einrichtung eines Dorfplatzes auf dem Gelände der alten Schule nicht entsprochen.
  • Am Straberger Weg ist  ein Überweg für die Golfspieler errichtet worden. In der Planung für die Golfanlage war dieser Überweg schon vorgesehen, aber das Geld wurde erst 2009 dafür freigegeben.
  • Die Ampel Sinnersdorfer Strasse / Straberger Weg wird entfernt und durch eine abknickende Vorfahrt (Straberger Weg/ Sinnersdorfer Strasse) in nördlicher Richtung ersetzt.

WorringenPur.de/08.03.2010 (hm)
Bericht und Foto: Dietmar Knüppel